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Geschwister-Scholl-Schule

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Eindrücke beim Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald

Am 14. November 2013 sind die Klassen 10a und 10b nach Weimar in das ehemalige
Konzentrationslager Buchenwald gefahren. Dort haben wir eine Führung mitgemacht. Es hat uns überrascht, wie groß das Gelände war. Wir waren in dem
Museum der Gedenkstätte, wo man Bilder der verstorbenen Menschen sah. Außerdem
wurden Zeichnungen, die Gefangene angefertigt hatten, ausgestellt. In einem
Raum wurde die Kleidung der Ermordeten als Andenken dargestellt.

 

Der eigentliche Rundgang begann mit der Besichtigung des ehemaligen Aufsichtsraums
der SS-Soldaten, wo wir anhand eines Modells einen Überblick über das KZ
erhielten. Danach schauten wir uns das Gelände eines damals bestehenden Zoos
an, der für die Familien der SS-Soldaten eingerichtet worden war. Wir waren
sehr schockiert, als man uns erklärte, dass die Gefangenen, die hart arbeiten
mussten, Hunger litten und schikaniert wurden, ständig sehen konnten, wie gut
es denen da draußen ging.

Anschließend waren wir im Krematorium. Die Verbrennungsöfen, in denen die vielen Toten
verbrannt wurden, konnten noch besichtigt werden. Es war unheimlich, sich
vorzustellen, dass ab 1942 das Krematorium Tag und Nacht ohne Pause in Betrieb
war, weil man sonst die vielen Leichen nicht losgeworden wäre.

Danach wurde uns in einem Nachbau gezeigt, wie russische Offiziere systematisch
ermordet wurden. Sie wurden in einen Warteraum geführt, wo sie sich entkleiden
mussten. Von dort wurden durch einen langen Gang in ein Arztzimmer geführt,
dort untersucht und anschließend in ein kleines Räumchen gebracht, angeblich,
um dort gemessen zu werden. Hinter diesem Zimmer aber stand ein SS-Mann mit
einer Waffe und erschoss durch eine kleine Öffnung die Offiziere, ohne dass
diese etwas davon ahnten. Die Wartenden wurden mit lauter Musik abgelenkt,
damit sie die Schüsse nicht hören konnten.

Die Führung endete auf dem ehemaligen Appellplatz. Dort hat man eine Metallplatte
auf dem Boden angebracht, auf der in alphabetischer Reihenfolge die Namen von
über 50 Nationen eingraviert sind, die in Buchenwald inhaftiert waren. Die
Platte ist in der Mitte das ganze Jahr über auf 37°C beheizt und strahlt so
Wärme aus an einem Ort der menschlichen Kälte.

 

Auf dem Ettersberg bei Weimar bestand das KZ von 1937 – 1945. Über 250000 Menschen
aus fast 50 Nationen waren dort inhaftiert. Mehr als 50000 Menschen überlebten
das Lager nicht.

Der Besuch von Buchenwald hat bei uns einen tiefen Eindruck hinterlassen. Es war
bedrückend und traurig. Man kann nur hoffen, dass diese schrecklichen Dinge
sich niemals wiederholen.

Larissa Patz und Natalia Misarko, 10a







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